Highlights 2010
Highlights 2010
Hier finden Sie besondere Highlights im Programm der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.
100 Lichter / 100 Gesichter
28. Oktober 2010 bis 30. April 2011
Kunstsammlung der Ruhr-Universität Bochum,
Campusmuseum. Sammlung Moderne
Öffnungszeiten: 11-17 Uhr
100 Lichter / 100 Gesichter ist eine künstlerische Recherchereise durch die soziale und historische Bandbreite der Metropole Ruhr. Mischa Kuball besucht rund 100 Familien aus 100 Nationen zwischen Duisburg und Dortmund und lässt sich ihre Migrations- und Lebensgeschichten erzählen. Ein Fotograf und Filmer dokumentiert diese Begegnungen in dem ganz persönlichen Umfeld, in dem die Familien leben. Eine von Mischa Kuball gestaltete Lampe steht als Lichtzeichen für die Begegnung und den Austausch von persönlichen Geschichten und verbleibt in den jeweiligen Familien. Ein ‚Zwilling’ der Lampe wird jeweils als Träger der Fotos ausgestellt und ermöglicht so den Rückbezug in den privaten und individuellen Kontext der jeweiligen Lebensgeschichte.
„100 Lichter / 100 Gesichter“ versucht, alle Facetten der kulturellen Vielfalt der Metropole Ruhr aufzuzeigen, und über die Komplexität des Themas Migration eine künstlerische Erzählung zu entwickeln. Die symbolischen ‚Lichter’ mit den Fotografien und der multimedialen Dokumentation und mit ihnen ein direkter, persönlicher Einblick in das Phänomen Migration werden in den Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum zu sehen sein. Darüber hinaus entsteht in Zusammenarbeit mit 2010lab.com eine Plattform im Internet, auf der die Geschichten in bewegten Bildern und Texten betrachtet und erfahren werden können.
Mehr Informationen finden Sie auf der Website der RuhrKunstMuseen.
Licht 21 - Licht-Kunst-Visionen für das 21. Jahrhundert

HC Berg „Eye of Light“, 2000. Foto: HC Berg
4. Dezember bis 27. März 2011
Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna
Das Ausstellungsprojekt "Licht 21" verbindet auf künstlerische Weise das Thema des industriellen Architekturraumes mit der Zukunftsdimension des Mediums Licht. Im unterirdischen Tonnengewölbe des Museums können Besucher anhand fluktuierender Licht-Raum-Modelle Visionen eines neuen urbanen Lebensgefühls erproben und erforschen. Die Ausstellung findet im Rahmen der gemeinsamen RuhrKunstMuseen-Ausstellungsreihe „Mapping the Region" statt
Im Mittelpunkt von „Licht 21" steht das Werk des finnischen Lichtkünstlers HC Berg (*1971), der 2007 in Skandinavien zum Künstler des Jahres gewählt wurde. HC Berg zählt in Nord-Europa zu den wichtigsten Vertretern der Gattung Lichtkunst. Seine Werke sind dort in allen großen Museen präsent und gelten als zukunftsweisende Modelle für eine Raumtransformation durch Licht.
Die in Wien lebende österreichische Lichtkünstlerin Brigitte Kowanz (*1957) präsentiert ausgewählte Werke, deren reflexive Brechungen und Spiegelungen eine visuelle Licht-Poetik inszenieren, die ein völlig neues Verständnis von Virtualität entwerfen.
Die Lichtprojektionen der jungen Schweizer Künstlerin Christina Benz (*1975) entwerfen demgegenüber eine analytische Wahrnehmung der medialen Bildstromes und setzen dessen permanenter Beschleunigung Momente visueller Irritation entgegen, die aus einer anderen Zeitzone zu stammen scheinen.
Das Werk aller an der Ausstellung beteiligten Künstler zeichnet sich dadurch aus, das es nicht allein darauf abzielt, der Lichtkunst neue ästhetische Dimensionen zu entwickeln, sondern auch deren gesellschaftliche und soziale Bedeutung zu reflektieren. Ihre Licht-Raum-Modelle verstehen sich als eine innovative Form kultureller Präsenz, die exemplarisch die kreative Energie und visionäre Kraft der sich neu entwickelnden Metropolen visualisiert.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.ruhr2010.de/ruhrkunstmuseen
Ruhrlights: Twilight Zone
Internationale Lichtkunst an der Ruhr, 3.9. - 26.9.2010
von der Dämmerung bis 24 Uhr, Eintritt frei
Das internationale Lichtkunstfestival "Ruhrlights: Twilight Zone" gibt den besonderen Landschaftsqualitäten an der Ruhr eine neue Sichtbarkeit. In einer programmatischen Partnerschaft der Städte Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Hattingen, Bochum, Witten, Hagen und Dortmund wird die Ruhr im September 2010 mit Lichtinszenierungen als besonderer Natur- und Naherholungsraum in Szene gesetzt.
International renommierte Lichtkünstlerinnen und Lichtkünstler, wie Peter Kogler, Yves Netzhammer, Siegrun Appelt, Andreas M. Kaufmann, Tatzu Nishi, Klaus Obermaier u.a. sind eingeladen, den Qualitäten dieser besonderen Landschaftszone Ausdruck zu verleihen.
An ausgewählten Orten entlang der Ruhr schaffen die Künstler Werke, die neue Sinneseindrücke ermöglichen und die emotionale Erfahrung der Besucher verändern. Die Lichtkunst lenkt die Aufmerksamkeit auf ganz bestimmte Orte, setzt sie in Bewegung und erzählt eine andere Geschichte als die des Alltäglichen.
Zur Finissage am 26. September finden die nördliche Wasserstraße, der Rhein-Herne-Kanal, der sich im Kulturhauptstadtjahr in den KulturKanal verwandelt, und die Ruhr am Duisburger Innenhafen zusammen. In einem Abschlussfest mit mobilen Konzerten der Duisburger Philharmoniker, begehbaren Lichtarchitekturen und multimedialen Performances beginnen die Bilder des Neuen, bleibende Eindrücke in unserem Gedächtnis zu hinterlassen.
Weitere Informationen unter www.ruhr2010.de/ruhrlights
LichtKunstRaum sanktreinoldi
Eröffnung: Freitag, 14. Mai 2010
Laufzeit: 15. Mai bis 27. Juli 2010
Angela Bulloch (CAN/D), Andreas Oldörp (D) und Yun Yang (CN/A) beim Kulturhauptstadt-Projekt LichtKunstRaum sanktreinoldi in Dortmund
Das Bild des Ruhrgebietes ist geprägt von den oftmals spektakulären Bauwerken der Industriekultur. Doch lässt sich allein an diesen Bauten der Industrialisierung die Identität der Metropole Ruhr festmachen? Auch – oder gerade die Kirchenbauten zeigen, von welcher Kultur und entsprechenden Architekturen diese Region noch geprägt ist.
Die evangelische Stadtkirche St. Reinoldi in Dortmund lädt daher im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 drei international renommierte KünstlerInnen ein, sich im Dreiklang von Kunst, Religion und Gesellschaft mit den historischen und gegenwärtigen Besonderheiten des unter Denkmal stehenden Bauwerkes und seiner vielschichtigen Bedeutungsebenen im urbanen Kontext auseinanderzusetzen.
Im Rahmen von LichtKunstRaum sanktreinoldi wird es zudem Symposien, Musikveranstaltungen und zeitgenössischen Tanz geben.
Leitung: Pfarrer Michael Küstermann, Dortmund
Kurator: Matthias Wagner K, Berlin
Weitere Informationen unter www.ruhr2010.de/lichtkunstraum und www.sanktreinoldi.de/ruhr_2010.php









