Ensemble KunstLichtTor, Bochum
16 Unterführungen durch das Bahndreieck der Bochumer Innenstadt.
Konzept und Realisierungen: Jürgen LitFischer und Peter Brdenk, 2003
Die unterschiedlichen Durchgänge und -fahrten zur Bochumer Innenstadt sollen als Teil eines städtebaulichen Konzepts zur Bochumer "Empfangskultur" über einen Zeitraum von mehreren Jahren mit Licht inszeniert werden. Ziel dieses Konzeptes ist es, die Innenstadtgrenze sicht- und erkennbar zu machen sowie die bisher schnell durchquerten Unorte zu "Stadttoren", respektive attraktiven Passagen aufzuwerten. Insgesamt handelt es sich um 16 Passagen unter den Gleisen von drei Bahnlinien, zumeist stählernen Bahnbrücken. Dabei spielt ihre Nummerierung im Ensemble eine wesentliche Rolle: Die zugewiesene Zahl soll gleichzeitig Bestandteil der Inszenierung sein.
KunstLichtTor 1, Königsallee/ Victoriastraße
Jürgen LIT Fischer und Peter Brdenk, 2003
Die erste inszenierte Unterführung des Ensembles „KunstLichtTore“ trägt auch den Namen „1“. Die leuchtenden Zahlen und die gestalteten Wandbereiche möchten die beiden benachbarten Anziehungspunkte der Stadt, Schauspielhaus und Bermudadreieck, miteinander verbinden.
Die aus Neonröhren geformte Zahl ist in den Farben Violett, Rot, Grün, Blau, Orange und Weiß unter die fünf Brückenelemente der Unterführung gesetzt. Die beiden Eingänge der Unterführung tragen jeweils eine Plakattafel mit der Aufschrift „Bochum Eins“ und eine weitere größer dimensionierte „Neon-Eins“. Warmweiße Scheinwerfer erhellen zusätzlich die Bereiche zwischen den Einzelbrücken.
KunstLichtTor 11, Kortumstraße
Jürgen LIT Fischer und Peter Brdenk, 2005
Die Unterführung an der Kortumstraße möchte nicht nur das höher gelegene Bahnbett, sondern auch die unterschiedlichen Stadtbereiche – Innenstadt- und Wohnbereich miteinander verbinden. „ICH VERBINDE“ ist in kleinen Buchstaben aus Neonröhren an der Brückenflanke zu lesen. Die daneben stehende groß dimensionierte leuchtende 11 gibt einen Hinweis auf die Position im Gesamtensemble. Zusätzlich illuminieren grün ausleuchtende Scheinwerfer die Stahlkonstruktion der Brücke.
KunstLichtTor 13, Castroper Straße
Ahrend und Ute Zwicker, 2006
Ahrend und Ute Zwicker haben eine Serie von LED-Modulen in die Brückenkonstruktion eingearbeitet, die bei vollständiger Einschaltung aller Module ein weißes Lichtgewölbe bildet. Als Ansteuerung der einzelnen zur Fahrbahn parallel verlaufenden Lichtstränge dienen zwei Lichtschranken auf der Brücke, die bewirken, dass ein die Brücke passierender Zug die einzelnen Lichtfelder anschaltet. Nach erfolgter Überquerung bleibt ein Restlicht zurück.
Texte teilweise von Manfred Walz, Dennis Köhler, bearbeitet von Redaktion L.R.2010
Standorte
KunstLichtTor 1:
Viktoriastraße, Höhe Hausnr. 75
Bochum
KunstLichtTor 11:
Kortumstraße, Höhe Hausnr. 146
Bochum
KunstLichtTor 13:
Castroper Straße, Höhe Hausnr. 2
Bochum
Leucht-Zeiten
KunstLichtTor 1 und 11:
Abenddämmerung bis Morgendämmerung
KunstLichtTor 13:
durchgehend 24 Stunden



