Skyline, Bochum
François Morellet, 2009
Die für das Kunstmuseum Bochum entwickelte Neonarbeit "Skyline" besteht aus einem die gesamte Fassade überspannenden und imaginär zu vervollständigen Kreissegment mit einem Radius von 69 Metern. Morellet nutzt den industriellen Charakter von Neonlicht, um die subjektiv gestische Handschrift zu reduzieren und eine nüchterne und rational einsichtige Perspektive zu entwickeln. An die Stelle der Lichtreflexion tritt die Lichtquelle selbst. Die Installation korrespondiert auf spannende Weise mit der dahinter liegenden, realen Skyline der Stadt Bochum, deren industrielle Vergangenheit durch die Silhouette des Bergbaumuseums repräsentiert wird. Industrie und Kultur, Vergangenheit und Wandel verbinden sich so zu einem Assoziationsraum, der den Betrachter in seiner Vieldeutigkeit fesselt und eine Verbindung zwischen der ehemaligen Bergarbeiterstadt und dem international bekannten Kunstmuseum schafft.
Text von Redaktion L.R.2010
Standort
Museum Bochum
Kortumstraße 147
Bochum
Leucht-Zeiten
24 Stunden

