Garten der Erinnerung, Duisburg
Uwe Belzner und Stefan Hofmann, 1998 - 2001
Der Duisburger Innenhafen war die Versorgungseinheit der Stadt mit mächtigen Kornspeichern, Mühlen, Lagerhallen und Speditionen. Mit der Neuordnung und Zentrierung dieser Funktionen hatten Gebäude und Flächen keine Funktion mehr. Seit den 1980er Jahren wurde dieses Hafengebiet "leergezogen" und schließlich unter dem Leitthema "Arbeiten, Wohnen, Kultur und Freizeit am Wasser" umgestaltet und mit neuen Gebäuden und Nutzungen belegt. Dani Karavan hat einen "Garten der Erinnerung" geschaffen, indem er die Gebäude und Hallen des ehemaligen Speditionsbereichs nahe den Resten der mittelalterlichen Stadtmauer bis auf einzelne Gebäudeteile, Treppenhaus und Konstruktionen zurückbauen ließ. Belzner und Hofmann haben diese Gebäudeteile vom Boden her so beleuchtet, dass ihre Bruchkanten und Bewehrungseisen den Charakter des Gebäude- und Konstruktionsfragments in hartem weißen oder blauem Licht unterstreichen. Dazu kontrastiert das warme orangefarbene Licht, welches aus wenigen verbliebenen Leer- und Kellerräumen durch Fensteröffnungen nach außen tritt. Es suggeriert die Gegenwart von Menschen. Aus Gebäudefragmenten, Fundamentbrocken und Landschaftszitaten ist ein Park entstanden, dessen Charakter des Abbruchs und Übergangs durch die Lichtgestaltung unterstrichen wird.
Text von Manfred Walz, Dennis Köhler
Standort
Innenhafen Duisburg, Philosophenweg
Duisburg
Leucht-Zeiten
Abenddämmerung bis Morgendämmerung

