Ensemble Fussgängerzone Bahnhofstraße, Herne
Lichtwerke heterogenen Charakters und unterschiedlicher Autorenschaft bestimmen bei Nacht die Herner Fußgängerzone in der Bahnhofstraße. Vom Laserstrahl über Lichtwände des Künstlers Günther Dohr in der Bahnunterführung bis zu illuminierten Steinsäulen von Jürgen LIT Fischer und Peter Brdenk, reichen die Gestaltungen.
Lichtwände
Günther Dohr, 2001
Verschieden farbige Leuchtstoffröhren, gefasst in rechteckige Lichtkästen, bilden ein wechselndes Farbspiel an den Wänden des Bahnsteiges. Wie schon bei anderen Lichtwerken des Künstlers, so lässt Günther Dohr auch hier eine äußerst subtile und fein nuancierte Lichtmalerei entstehen, die an den Farbfeldminimalismus der 1960er Jahre erinnert.
Lichtpunkt Herne
Jürgen LIT Fischer und Peter Brdenk, 2001
Vier Säulen erwachsen aus dem Boden der Bahnhofstrasse und gruppieren sich um eine kreisrunde leuchtende Bodenplatte. Jede Säule ist mit einem die Richtung weisenden Arm aus massivem Acryl versehen. Das Ende jedes Armes, besser gesagt, die Schnittflächen der Acrylstäbe leuchten in jeweils anderer Farbe aus, bilden so vier Lichtpunkte.
Lichtplastik Neonfelder
Günther Dohr, 1999/2000
Die vierteilige Lichtplastik im Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/ Neustraße besteht aus von Masten getragenen Rahmen unterschiedlicher Größe, aus denen farbige Neon-Röhren Licht verströmen. Als abstrakte Lichtmalerei setzen sie sich deutlich von den kommerziellen Leuchtreklameflächen in ihrem Umfeld ab.
Die Herner Leuchten
Maik Löbbert und Dirk Löbbert, 2002
Ebenfalls zum Ensemble Fußgängerzone Bahnhofstraße gehören die am Kreuzungspunkt zur Kirchhofstraße versammelten Herner Leuchten der Gebrüder Löbbert. Die Leuchten nehmen eine alte Straßenlaterne aus der Gründerzeit in die Mitte und schaffen eine den Boulevard abschließende augenzwinkernde Lichtsetzung.
Text von Manfred Walz, Dennis Köhler, bearbeitet von Redaktion L.R.2010
Standort
Fußgängerzone Herne
Leucht-Zeiten
Abenddämmerung bis Morgendämmerung




