Gasometer, Oberhausen
Gasometer, außen
Uwe Giebeler und Ralph Kensmann, 1999
Der Gasometer ist mit seiner Höhe von 117,5 Metern das beherrschende Objekt sowohl der "neuen Mitte" Oberhausens wie auch der durch Licht herausgearbeiteten neuen Stadtsilhouette. Seiner eigentlichen Funktion beraubt, bietet der 1929 erschaffene Baukörper heute einen der ungewöhnlichsten Raumkörper für Ausstellungen im Ruhrgebiet. Die Lichtgestaltung von Uwe Giebeler und Ralph Kensmann unterstreichen sehr subtil die riesigen Dimensionen des inneren Raumkörpers und betonen zugleich den hinzugefügten, äußeren Treppenturm und die Kopfscheibe.
Text von Manfred Walz, Dennis Köhler, bearbeitet von Redaktion L.R.2010
Licht Himmel, innen
Christina Kubisch, 2006
In dem über 100 Meter hohen Innenraum des Gasometer Oberhausen sind, streng geometrisch angeordnet, mehr als 200 Lichtquellen installiert. „Der Gasometer wurde in meiner Vorstellung ein mit Klang verbundener Lichtraum, dessen Weite, Atmosphäre und Materialität durch die immateriellen Medien Licht und Klänge nicht verändert, sondern verstärkt werden sollte“, beschreibt die Künstlerin ihr Konzept für diese beeindruckende Installation. Die Idee für ihren Licht Himmel wurde zusätzlich von einem historischen Entwurf des preußischen Bauherrn Karl Friedrich Schinkel beeinflusst, der für die legendäre Aufführung von Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ im Berliner Nationaltheater 1816 ein imposantes Bühnenbild entwarf: Eine blaue Kuppel, über und über von hell leuchtenden Sternen bedeckt, die, geometrisch wie an Schnüren aufgereiht, nach oben in unbekannte Weiten verschwinden. „Spontan kam mir dieses Bild wieder in den Sinn als ich den Gasometer Oberhausen zum ersten Mal betrat“, erinnert sich Christina Kubisch.
Text von Redaktion L.R.2010
Standort
Arenastr.11
Oberhausen
Leucht-Zeiten
Gebäude außen in der Sommerzeit von 20.30 Uhr – 01.00 Uhr,
Innen nicht während Ausstellungen


